Definition

Urlaubsanspruch in Teilzeit – einfach erklärt

Grundprinzip

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Auch in Teilzeit hast du vollen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub – nur proportional zu deinen Arbeitstagen pro Woche. Maßstab ist immer der Urlaub der Vollzeit im Betrieb.

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  • Gesetzlicher Mindesturlaub: 4 Wochen pro Jahr
    → bei 5-Tage-Woche: 20 Arbeitstage
    → bei 6-Tage-Woche: 24 Werktage

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1) Was du wissen musst

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In Deutschland hat jeder Arbeitnehmerin Anspruch auf mindestens 4 Wochen Urlaub pro Jahr. In vielen Betrieben sind es mehr.

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Wichtig: Gezählt werden Arbeitstage, nicht Stunden. Teilzeit heißt: Du arbeitest weniger Tage pro Woche als Vollzeit. Darum wird dein Urlaub anteilig berechnet.

Merksatz:

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Dein Teilzeit-Urlaub richtet sich danach, an wie vielen Tagen pro Woche du arbeitest. Arbeitest du weniger Tage, hast du weniger Urlaubstage, aber immer noch 4 freie Wochen, nur eben mit weniger Arbeitstagen pro Woche.

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2) So rechnest du

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Stell dir zwei Fragen:

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  1. Wie viele Urlaubstage hat Vollzeit in deinem Betrieb pro Jahr (z. B. 20, 24, 28, 30)?
  2. Wie viele Arbeitstage pro Woche hat Vollzeit (meist 5)?

Dann: Teile die Vollzeit-Urlaubstage durch die Vollzeit-Arbeitstage. Das Ergebnis zeigt, wie viel Urlaub pro Arbeitstag es gibt. Dieses Ergebnis mal deine Arbeitstage pro Woche = dein Teilzeit-Urlaub.

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Aufrunden: Kommt am Ende ein halber Tag (0,5) oder mehr heraus, wird aufgerundet.

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3) Beispiele

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In allen Beispielen nehmen wir an: Vollzeit hat 20 Tage Urlaub bei 5 Tagen/Woche (gesetzliches Minimum).

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Wenn es bei dir 28 oder 30 Tage gibt, rechnest du genauso – das Ergebnis wird dann entsprechend höher.

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  • 1 Arbeitstag/Woche (z. B. nur Montag):
    20 (Vollzeit) ÷ 5 × 1 = 4 Tage Urlaub pro Jahr.
    → Das sind 4 freie Wochen für dich (weil du 1 Tag pro Woche arbeitest).
  • 2 Arbeitstage/Woche (z. B. Mo & Di):
    20 ÷ 5 × 2 = 8 Tage Urlaub.
  • 3 Arbeitstage/Woche (z. B. Mo–Mi):
    20 ÷ 5 × 3 = 12 Tage Urlaub.
  • 4 Arbeitstage/Woche:
    20 ÷ 5 × 4 = 16 Tage Urlaub.
  • Unregelmäßige Tage (Schicht/Wechsel):
    Zähle, wie viele Tage pro Woche im Durchschnitt du arbeitest (z. B. 3,5 Tage).
    Rechne dann wie oben. Ergebnis ab 0,5 aufrunden.
  • Betrieb mit 30 Tagen Vollzeit-Urlaub (5 Tage/Woche) und du arbeitest 3 Tage/Woche:
    30 ÷ 5 × 3 = 18 Tage Urlaub.

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4) Häufige Situationen im Alltag

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Feiertage: Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf deinen Arbeitstag, brauchst du keinen Urlaubstag dafür.

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Krank im Urlaub: Bringst du eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, werden diese Tage nicht vom Urlaub abgezogen.

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Urlaub in Stunden? Manche Betriebe rechnen in Stunden. Das ist okay, solange am Ende genau so viele freie Tage herauskommen wie bei der Tages-Rechnung.

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Wechsel Vollzeit ↔ Teilzeit im Jahr: Teile das Jahr in Abschnitte (z. B. Jan–Jun Vollzeit, Jul–Dez Teilzeit) und rechne jeden Abschnitt getrennt. Am Ende zusammenzählen und bei 0,5 aufrunden.

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Minijob: Auch im Minijob gibt es bezahlten Urlaub – berechnet wie bei Teilzeit, nach Arbeitstagen pro Woche.

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5) Typische Fehler

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  • Nur Stunden gezählt: Entscheidend sind Arbeitstage (Stunden nur als andere Darstellungsform).
  • Feiertage abgezogen: Fehler. Feiertage auf deinen Arbeitstagen verbrauchen keinen Urlaub.
  • Rundung vergessen: Ab 0,5 aufrunden.
  • Wechsel im Jahr nicht aufgeteilt: Immer pro Abschnitt berechnen.

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6) Mini-Checkliste vor deinem Urlaubsantrag

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  • Wie viele Urlaubstage hat Vollzeit im Betrieb?
  • Wie viele Arbeitstage pro Woche hat Vollzeit (meist 5)?
  • Wie viele Arbeitstage pro Woche hast du im Durchschnitt?
  • Ergebnis gerechnet und korrekt aufgerundet?
  • Feiertage/Dienstplan geprüft?
  • Bei Wechsel im Jahr: Abschnitte getrennt gerechnet?
Urlaubsanspruch in Teilzeit – einfach erklärt
Gertrude Holzke
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