Definition
Laissez Faire Führungsstil
Laissez-faire heißt auf Deutsch ungefähr „gewähren lassen“. Beim Laissez-faire-Führungsstil gibt die Führungskraft Aufgaben ab und überlässt Entscheidungen und Vorgehen weitgehend den Mitarbeitern. Dieser Beitrag zeigt Beispiele aus der Praxis. Merkmale, Vorteile und Nachteile findest du im Glossar unter Laissez-faire-Führungsstil im Überblick.
Herkunft des Begriffs
Der Begriff geht auf die Führungsstilforschung von Kurt Lewin zurück. Er unterschied autoritäre, demokratische und Laissez-faire-Führung.
Beispiele aus dem Arbeitsalltag
- Ein erfahrenes Entwicklerteam entscheidet selbst, welche Aufgaben es in welcher Reihenfolge bearbeitet.
- Eine Führungskraft gibt Forschenden ein Ziel vor und lässt Methode und Zeitplan offen.
- Eine Meisterin lässt langjährige Fachkräfte ihre Schichtübergaben selbst organisieren.
Wann passt der Stil?
Laissez-faire funktioniert bei erfahrenen, motivierten und selbstständigen Teams mit klaren Zielen. Für neue Mitarbeiter, unklare Aufgaben oder Krisen ist er ungeeignet, weil hier Orientierung fehlt.
Abgrenzung zum autokratischen Stil
Der autokratische Führungsstil ist das Gegenteil: Die Führungskraft entscheidet allein und kontrolliert. Einen Überblick über alle Stile bietet der Beitrag Führungsstile: Die Übersicht für Arbeitgeber.
Tipps für die Praxis
- Klare Ziele und Erwartungen vereinbaren.
- Ansprechbar bleiben, auch wenn nicht eingegriffen wird.
- Regelmäßiges Feedback geben und einholen.
- Verantwortung bewusst übergeben und nicht aus Bequemlichkeit.
Häufige Fragen
Ist Laissez-faire gleich Nichtstun?
Nein. Gute Führung bleibt ansprechbar und sorgt für klare Ziele, auch wenn sie wenig eingreift.
Für wen eignet sich der Stil?
Für erfahrene und selbstorganisierte Teams.
Was ist das Risiko?
Fehlende Orientierung kann zu Unsicherheit und Konflikten führen.

